Aspects of Identity in Martin Kukučín’s Travel Reports from the Balkans
DOI:
https://doi.org/10.18485/kis.2021.53.173.4Keywords:
Martin Kukučín, Reisebericht, autobiographischer Prozess, Identität, das Eigene und das Fremde, das Detail, der BalkanAbstract
In unserem Beitrag widmen wir uns Martin Kukučíns Identitätsfacetten in seinen Balkan-Reiseberichten (V Dalmácii a na Čiernej Hore und Rijeka – Rohić – Záhreb), die in den Jahren 1898 bis 1902 in Form von Fortsetzungen im Periodikum Slovenské pohľady erschienen sind. Einerseits richten wir unsere Aufmerksamkeit auf den im Reisebericht stattfindenden autobiographischen Prozess, der eine wichtige identitätstragende Funktion übernimmt. Gleichzeitig erörtern wir die Mechanismen des autobiographischen Prozesses, in dem das Detail eine äußerst wichtige Rolle spielt. Es hat nämlich eine amalgamierende Funktion, die ermöglicht, verschiedene Zeitebenen sowie Regionen und Länder miteinander zu verbinden. Des Weiteren widmen wir uns imagologischen Fragestellungen hinsichtlich des „Bekannten“ beziehungsweise des „Eigenen“ einerseits und des „Fremden“ andererseits. Im Beitrag verfolgen wir, wie sich die Grenzziehung sowie die Grenzverschiebung zwischen dem „Eigenen“ und dem „Fremden“ bei Kukučín gestaltet, welche verschiedenen Bedeutungsnuancen das „Eigene“ und „Fremde“ annehmen kann und welche Faktoren dazu beitragen als „Eigenes“ oder als „Fremdes“ angesehen zu werden, wobei der konkrete Kontext respektive die konkrete Kommunikationssituation ausschlaggebend ist.
Die Studie entstand im Rahmen des VEGA Projekts V-20-041-00 „Národnoobrodenecké reprezentácie – mody realizácie, transgresie a tranzície“.
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